Lexikon

Hier eine Auswahl der Begriffe, mit denen wir täglich umgehen. Wir werden "unser" Lexikon peu à peu erweitern...

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C

CAT - Computer Aided Translation

Die "computergestützte Übersetzung" ist eine Form der interaktiven Übersetzung durch Übersetzer in Zusammenarbeit mit Übersetzungssoftware (Gegenteil: maschinelle Übersetzung ohne Eingriff durch Übersetzer oder manuelle Übersetzung ohne Computerunterstützung). Die Übersetzungssoftware schlägt Begriffe zur Übersetzung vor, die der Übersetzer übernehmen oder verändern oder ganz verwerfen kann. Aus dieser Tätigkeit entwickelt sich das Translation Memory.

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D

DIN EN 12478

Diese Norm über "Große numerisch gesteuerte Drehmaschinen und Drehzentren" ist hier exemplarisch für viele weitere Normen aufgeführt. Sie enthält Grundsätzliches zur Sicherheit, Bedienung und Dokumentation.

DIN 2345

Die DIN 2345 befaßt sich mit Übersetzungsaufträgen. Im Wesentlichen gibt sie Hinweise zu Ablauforganisation, Lokalisierung und Prüfung.

DIN EN 292

Aus der DIN 292 "Sicherheit von Maschinen; Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze" kann man vieles zur Erstellung einer Technischen Dokumentation ableiten: Sicherheitshinweise auf Maschinen, Entwicklung von Maschinen unter Sicherheitsaspekten, usw., sind wesentliche Bestandteile dieser Norm.

DIN 5008

Diese Norm gibt Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung vor. Dies geht von der Festlegung der Zeichen bis zur Aufteilung eines Briefbogens für einen Geschäftsbrief.
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl von Normen für Zitierregeln, Verwendung von technischen Einheiten, Übertragung von Zeichen aus anderen Schriften (z.B. Arabisch) in das Lateinische, usw.

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DIN EN 61010-1

Auch diese Norm "Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte" enthält in Kapitel 5.4 einige Hinweise zur Dokumentation, die für diese spezielle Gerätegruppe wichtig sind.

DIN EN 62079

Die DIN 62079 liefert Informationen zu "Erstellen von Anleitungen; Gliederung, Inhalt und Darstellung". Sie enthält eine Zusammenstellung von Forderungen und methodischen Regeln zur Erstellung von Betriebsanleitungen und ist somit unsere "Bibel".

DocBook

ist ein XML-basiertes "Paket" (die SGML-Variante von DocBook wird wahrscheinlich auslaufen) aus vielen Dokumenten: eine Dokumenttypdefinition (DTD) und viele Stylesheets für unterschiedliche Ausgabeformate, für die Lokalisierung in dutzende Sprachen, etc. DocBook wird seit 1991 entwickelt und war ursprünglich für die Erstellung von sog. "manpages" (manual pages, Hilfeseiten unter Unix) gedacht. Inzwischen enthält die DocBook-DTD über 350 Elemente und eignet sich damit für Romane, Promotionen oder Zeitungsartikel genauso wie für die Technische Dokumentation oder für vorgenannte Manpages und Online-Hilfen zu Programmen auf anderen Plattformen. Über sog. "Customization Layer" kann die DTD an individuelle Layout-Wünsche angepaßt werden. Weitere Informationen zu DocBook gibt es auf den Seiten von docbook.org.

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E

EMVG

Das Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten regelt die Herstellung und den Vertrieb von Geräten, Systemen und Anlagen, die elektromagnetische Störungen verursachen können.
Das Besondere an diesem Gesetz ist für unsere Branche, das es sehr viele Vorschriften zur Technischen Dokumentation, zum Inhalt von Gebrauchsanweisungen und zur Angabe der bestimmungsgemässen Verwendung enthält. Den gesamten Text des Gesetzes finden Sie hier (PDF, 496 kB). Dafür benötigen Sie den Acrobat Reader, den Sie kostenlos herunterladen können.

EPS

Encapsulated PostScript - auf dem PostScript-Standard aufbauendes Dateiformat. EPS-Dateien sind Vektorgraphiken, d.h. sie arbeiten mit einer mathematisch definierten Größe, sind damit auflösungsunabhängig und benötigen wenig Speicherplatz. Geeignet ist dieses Format für alle Zeichnungen und Schriften.

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G

Geräte- und Produktsicherheits-Gesetz (GPSG)

Dieses Gesetz ist seit April 2004 gültig und stellt u.a. die nationale Umsetzung der "Produktsicherheitsrichtlinie" der EG dar. Es regelt den Vertrieb von Produkten (für Endverbraucher) und technischen Arbeitsmitteln (also nicht für den Endverbraucher bestimmte Produkte) unter den Aspekten der Gesundheitsgefährdung und der Sicherheit. Zusammen mit den später beschlossenen Rechtsverordnungen liefert es viele Hinweise auf Bedienungsanleitungen, bestimmungsgemäße Verwendung, etc.

H

Hamburger Modell

Es wurde in den 70er Jahren von einer Psychologen-Gruppe (Langer, Schulz, v. Thun, Tausch) in Hamburg entwickelt und ist ein Rating-Verfahren zur Bestimmung der Textverständlichkeit. Es handelt sich um eine subjektive Einschätzung eines Textes durch den Leser anhand vorgegebener Merkmale, die auf einer Skala von 1 bis 3 bewertet werden können. Der Ansatz wurde weiterentwickelt und gilt heute als etwas problematisch (wegen der Subjektivität), stellt aber nach wie vor eine der ersten komplexeren Grundlagen zur Verständlichkeitsforschung dar und ist damit auch für die Technische Dokumentation bedeutend.

HTML

HyperText Markup Language - die erste aus der Familie der Auszeichnungssprachen, die eine weite Verbreitung und Akzeptanz gefunden hat, weil sie leicht zu erlernen ist. HTML bildet die Basis für alle Seiten im Internet, auch für die Seite, die Sie gerade lesen. Sie wird durch das W3C-Konsortium betreut. HTML ist (im Gegensatz zu SGML und XML) nicht mit eigenen Definitionen erweiterbar. Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich über Stylesheets. Leider wird HTML von jedem Browser anders interpretiert, so daß man schon sehr genau arbeiten muß, wenn man unter Windows, Linux und MacOS die gleichen Ergebnisse auf dem Bildschirm sehen will. Die Verwendung von HTML ist auf die Bildschirmanzeige beschränkt. Allerdings ist sie wesentlich flexibler als ein gedrucktes Buch: das Auffinden von bestimmten Textstellen wird durch Hyperlinks (aktive Querverweise) schneller und einfacher, als das Blättern in einem Buch. Daher wird HTML sehr häufig als Online-Hilfe zu Programmen verwendet und hat gedruckte Handbücher inzwischen fast verdrängt.

HTMLHelp

Dateien mit der Endung ".chm" finden sich auf jedem Windows-Rechner: die gesamte Windows-Hilfe und die Online-Hilfe sämtlicher Applikationen sind seit Win95 im Format HTMLHelp geschrieben und werden mit dem MS Internet Explorer angezeigt. HTMLHelp ist unter Mithilfe einiger Stylesheets und eines entsprechenden Formatierungswerkzeuges eine Ausgabemöglichkeit von XML-Dateien.

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I

Illustrator

Jemand, der Texte durch bildliche Darstellungen erläutert oder interpretiert (ursprünglich Buchmaler, der z.B. die reich verzierten Anfangsbuchstaben eines Kapitels gemalt hat). Die Möglichkeiten eines Illustrators reichen heute von einfachen Strichzeichnungen mit oder ohne Erläuterungen über komplexe dreidimensionale Explosionszeichnungen bis hin zur nonverbalen Illustration (z.B. die Aufbauanleitungen eines allseits bekannten schwedischen Möbelhauses, die kein einziges Wort enthalten).

Internationalisierung

Technik, ein Produkt so zu entwickeln, daß es überall auf der Welt verwendet werden kann. Dies betrifft z.B. Beschriftung und Anordnung von Tasten, Symbole für Warn-/Sicherheitshinweise und Software-Programmierung, die eine einfache Lokalisierung ohne Änderung im Quellcode zulassen sollte.

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L

Lokalisierung

Dies bedeutet im Gegensatz zur Internationalisierung, daß ein Produkt für den lokalen Markt und den lokalen Anwender benutzbar gemacht wird (z.B. in dem Tasten mit anderen Schriftzeichen oder Symbolen versehen werden).
Im Bereich der Technischen Dokumentation und der Übersetzung kann das sehr viel Recherche mit sich bringen. Beispiel: eine US-amerikanische Autorin benötigte die deutsche Übersetzung eines Skriptes über Mode, Eßgewohnheiten, mögliche Diäten und Motivationsmöglichkeiten für Diäten. Sie hatte in ihrem Skript immer wieder Bezug genommen auf amerikanische Lebensmittel, amerikanische Eßgewohnheiten und hatte das mit vielen Beispielen aus amerikanischen Fernsehmagazinen oder Zeitungen/Zeitschriften untermauert. Da deutsche Eßgewohnheiten, unsere Möglichkeiten Lebensmittel einzukaufen und unser allgemeiner Lebensstil sich immer noch gewaltig von Amerika unterscheiden und amerikanisches Frühstücksfernsehen hier von den wenigsten gesehen wird, könnte man das gesamte Skript auf die Hälfte zusammenstreichen oder mit aufwendiger Recherche an Deutschland anpassen. Eine 1:1-Übersetzung würde in Deutschland kein "Verkaufsschlager"...

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P

PDF

Portable Document Format - ein Format für Dokumente, die unabhängig vom verwendeten Betriebssystem immer im gleichen Layout am Monitor angezeigt und immer im gleichen Layout ausgedruckt werden. Dabei umfaßt Layout nicht nur die Seitenaufteilung, sondern auch die Einbindung von Schriften und Abbildungen, die Darstellung von Sonder-Schriftzeichen, die Definition von Farben, etc. PDF-Dateien haben auch bei größeren Dokumenten mit vielen Grafiken noch eine "handliche" Größe, da sie stark komprimiert werden. Unterstützte Betriebssysteme sind z.B.: Windows, MacOS, Linux, Unix, Sun Solaris SPARC, PalmOS für Windows oder Macintosh, PocketPC, IBM AIX, HP-UX, OS/2 Warp.

PNG

Portable Network Graphics - ein Bildformat, das wie TIFF oder GIF mit Rastern arbeitet. Es ist frei verfügbar und arbeitet mit einem freien Komprimierungsalgorithmus, was den Patentstreitereien um LZW bei TIFF oder GIF ein Ende setzt. Dieser Komprimierungsalgorithmus ist verlustfrei, aber langsamer. Das Format eignet sich für alle Photos. Neue Browser sollten PNG-Dateien problemlos darstellen können, unter bestimmten Voraussetzungen (Transparenz im Bild) kommt es aber wohl hier noch zu Schwierigkeiten.

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R

Recherche

Eintrag aus einem älteren Lexikon: "frz., die, meist Mehrzahl, Nachforschung, Ermittlung; Zeitwort recherchieren."
Einige Ideen dazu finden Sie hier (PDF, 536 kB). Dafür benötigen Sie den Acrobat Reader, den Sie kostenlos herunterladen können.

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S

Serifen

Dies (Serifen = frz. Füßchen) sind die kleinen Abschlußstriche im Kopf und Fuß eines Buchstabens. Im Bild sehen Sie zum Vergleich zwei Buchstaben aus der Serifen-Schrift "Times Roman" und die gleichen Buchstaben aus der serifenlosen Schrift "Neue Helvetica".
Schriften mit und ohne Serifen
Für große Textmengen werden von vielen Lesern Serifenschriften wie die 1932 für die gleichnamige englische Tageszeitung entwickelte Schrift "Times" als besser lesbar empfunden, weil das Auge sich an den durch die Serifen angedeuteten Linien "entlang hangeln" kann.
Serifenlose Schriften sind dagegen eher für Hinweisschilder, Prospektmaterial mit wenig Text, Kataloge, etc. geeignet. Sie werden als sachlicher, technischer empfunden.

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SGML

Standard Generalized Markup Language - Die Ursprünge dieser Sprache sind schon 35 (!) Jahre alt (noch als GML), die erste Standardisierung (dann als SGML) erfolgte bereits 1986. Durch die komplexen Strukturen hat sich SGML nur in wenigen Bereichen durchsetzen und halten können. Wie bei allen anderen Auszeichnungssprachen war die Intention, eine Dokument-Beschreibungssprache zu finden, die überall einheitlich und verstehbar ist. HTML und XML sind mehr oder minder als "Vereinfachungen" aus SGML hervorgegangen. Im SGML-Bereich gibt es eine Standardisierung für die Technische Dokumentation, entwickelt vom europäischen Dachverband der Luftfahrtindustrie. Sie trägt den Namen des Dachverbandes: AECMA. An einem Flugzeug sind mehrere hundert Zulieferer beteiligt und alle müssen eine Dokumentation mitliefern (zusammengefaßt und ausgedruckt wiegt das dann genausoviel wie der Flieger selbst!). Es ist also ein einheitliches elektronisches System notwendig. AECMA arbeitet daher mit einem eigenen Viewer, dessen Spezifikationen über die von PDF-Viewern noch hinausgehen.

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SVG

Scalable Vector Graphics - Das Format basiert auf XML und ist damit für die Einbindung in XML-Dokumente bestens geeignet. Allerdings hat es sich noch nicht durchgesetzt und kann nur mit neueren Browsern und einem entsprechenden Plugin (z.B. von Adobe) angezeigt werden. In diesem Format können zweidimensionale skalierbare Vektorgrafiken und -animationen mit Hilfe eines (XML-fähigen) Texteditors erzeugt werden, ähnlich wie die Grafiken der Flash-Technologie von Macromedia.

Hier ein kleines Beispiel des Textcodes einer SVG-Datei (mit Rücksicht auf ältere Browser haben wir die Originaldateien in gängige Formate gewandelt):
XML-Quelle einer SVG-Datei
Dieser Text in einem beliebigen Text-Editor geschrieben, mit der Endung ".svg" gespeichert und dann in einem SVG-fähigen Grafikprogramm geöffnet, ergibt folgendes Bild:
SVG-Grafik aus XML-Quelle

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T

Technischer Autor/Redakteur

Eine Berufsbezeichnung für diejenigen, die Technische Dokumentation erstellen. Die Berufsbezeichnung trifft sowohl auf Angestellte als auch auf Freiberufler zu. Bis dato ist die Berufsbezeichnung nicht geschützt und es gibt keine staatlich anerkannte Ausbildung. Allerdings bieten diverse Universitäten mittlerweile Aufbau-/Begleitstudiengänge (z.B. die RWTH Aachen) an. Desweiteren gibt es einige Fortbildungskurse zum Thema, die sich meist mit Spezialgebieten der Technischen Dokumentation befassen. Zu finden sind sie z.B. im Verband der Technischen Autoren, der tekom.
Unabdingbare Voraussetzungen sind einwandfreie Rechtschreibkenntnisse, technische Kenntnisse (in manchen Bereichen auch Physikkenntnisse) und eine klare, leicht verständliche "Schreibe". Grundlegende Kenntnisse in weiteren Sprachen können nicht schaden. Als wichtig empfinden wir auch die Fähigkeit mit verschiedenster Software auf verschiedenen Plattformen umgehen zu können und sich ständig fortzubilden.
Wir bezeichnen uns etwas schelmisch auch als "Industriepoeten".

Technische Dokumentation

Dies umfaßt als festgeschriebener Begriff (daher auch die Großschreibung) sehr viele Projekte, die mit einem Produkt im Zusammenhang stehen: Betriebsanleitungen, Wartungsanweisungen, Gebrauchsanweisungen, Instandhaltungsanweisungen, technische Datenblätter, technische Beschreibungen, Handbücher, Online-Dokumentationen im Internet oder als Programmunterstützung aus einer Software heraus, etc.
Aufgrund dieser Vielfältigkeit und den daraus resultierenden Endformaten (Kataloge, Bücher, Prospekte, Einzelblätter, PDF-Dateien, Sprachausgabe, Online-Dokumentationen aus z.B. XML-Quellen) geht man inzwischen dazu über von "Technischer Kommunikation" zu sprechen.

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TIFF

Tagged Image File Format - programm- und rechnerunabhängiges Bildformat. Durch das Rasterformat sind TIFF-Dateien besonders für Photos geeignet. Im Gegensatz zu JPEG-Formaten unterliegt TIFF nicht einem Qualitätsverlust durch Komprimierung.

Translation Memory

Das "Übersetzungsgedächtnis" der Übersetzungssoftware speichert einzelne Begriffe, Sätze, Satzteile, Absätze und schlägt sie zur Wiederverwendung vor. Dies vereinfacht die Arbeit des Übersetzers und macht sie wesentlich schneller. Der Vorteil gegenüber der maschinellen Übersetzung liegt in dem, was selbst der beste Computer nicht kann: dem Erfahrungsschatz des Übersetzers. Der Übersetzer kennt lokale Eigenheiten und kann eine sprachliche Einschätzung vornehmen.
Durch Pflege und Verwendung des Translation Memory entsteht im Laufe der Zeit ein kleines, sehr spezifisches "Fachwörterbuch", das meist unternehmens- oder branchenbezogen ist.

Typographie

Gestaltung von Texten (ursprünglich nur im Druckhandwerk) mit Hilfe der Auswahl, Kombination und Anordnung von Schriften.

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X

XHTML

EXtensible HyperText Markup Language - Der Titel der W3C-Spezifikation zu XHTML lautet übersetzt: "Eine Neuformulierung von HTML 4 in XML 1.0". XHTML ist also ein mit XML-Elementen definiertes HTML (die Version 4 ist bereits seit 1999 standardisiert) und sollte von allen Browsern verstanden werden. XHTML-Dokumente können mit XML-Werkzeugen bearbeitet, angepaßt und vor allem validiert werden. Das soll dem leidlichen Thema der unterschiedlichen Darstellung mit diversen Browsern auf diversen Plattformen ein Ende setzen.

XML

EXtensible Markup Language - dies ist die zweite Sprache aus der Familie der Auszeichnungssprachen, die sich einen festen Platz erorbert hat. XML ist eine Vereinfachung von SGML und daher wie HTML mit relativ geringem Aufwand erlernbar. XML wird vom W3C-Konsortium betreut. Im Gegensatz zu HTML ist XML sehr stark standardisiert: jedes Dokument muß vor der Weiterverarbeitung gegen eine (vorgefertigte oder selbsterstellte) DTD (= Document Type Definition) validiert werden. XML kann durch eigene Definitionen, die in der DTD hinterlegt werden und damit in die Validierung mit einbezogen werden, erweitert werden. Die XML-Dokumente selbst können nur von wenigen der neuesten Browser gelesen werden, aber das ist auch nicht der Sinn der Sache. Durch die strikte Trennung von Inhalt und Gestaltung eignen sie sich hervorragend zur medienunabhängigen Weiterverarbeitung als PDF, HTML, XHTML, HTMLHelp oder JavaHelp. Sogar eine Ausgabe als Braille (Blindentastschrift) oder als Sprache ist möglich. Die Arbeit mit XML wird durch vorgefergtigte DTDs, wie z.B. DocBook vereinfacht. Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich mit Hilfe von Stylesheets. Eine weitere Einsatzmöglichkeit von XML ist z.B. die standardisierte Verwaltung von Produktionsdaten, die damit einfach ausgetauscht und in die Technische Dokumentation eingebunden werden können. Wie alle Auszeichnungssprachen ist auch XML unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem.

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